abendblatt.de gibt es seit heute im Abonnement

Immerhin kann man nicht sagen, sie haben es nicht versucht. Im Gegensatz zu Murdoch macht Springer bei seinen Regionalblättern ernst.

Das abendblatt.de, der Webauftritt des Hamburger Abendblattes ist seit heute für Abonnenten kostenlos, ein Euphemismus dafür, dass es für Nicht-Abonnenten kostenpflichtig ist. Ich habe noch nicht nachgesehen, aber ich gehe davon aus, dass die Berliner Morgenpost, wenn sie es noch nicht ist umgehend folgt. Schliesslich hängen sie ja in der gleichen Verlagsgruppe. dazu gehört auch die Welt, aber ich glaube ich (noch) nicht daran, dass hier so schnell  die Paywall im Web aufgestellt wird. Die Paid-Content-Vorgaben wurden bestimmt schon mit dem eMag und der iPhone-App erfüllt.

Also Abonennten, sucht mal eure Abonummer raus. Ist bestimmt nicht sooo griffbereit.

Seltsames Selbstverständnis

Was ich gelinde gesagt “interessant” finde ist das Selbstverständnis, das im dem folgenden Abschnitt  des Artikels von Matthias Iken: In eigener Sache – abendblatt.de gibt es seit heute im Abonnement sichtbar wird (Hervorhebungen von mir):

Welche Stimme im Netz ist in der Lage, objektiv Information zu sammeln, zu gewichten und bei Streitpunkten beide Seiten zu Wort kommen zu lassen? PR-Seiten, Blogs oder öffentliche Verlautbarungen können diesen Anspruch nicht erfüllen – und sollten es nicht. Zudem benötigen die Bürger verlässliche wie verletzliche Leitmedien, die das Geschehen bündeln und aus dem Meer von Informationen als Inseln der Relevanz herausragen.

Dazu folgendes:
1. Was bitte sind verletzliche Leitmedien? Vielleicht folgt ja eine Erklärung.

2. Ob Blogs oder Non-profit Organisationen, oder NGOs diese Aufgabenstellung nicht erfüllen können sei mal dahingestellt, warum sie es aber nicht sollen würde mich wirklich mal interessieren.

PS: First Click Free noch in der uneingeschränkten Variante

Kleiner Tipp für Nicht-Abonnenten die erstmal testen wollen ob es sich lohnt ein Abo für 7,95 EUR abzuschliessen gilt, dass das Abendblatt von der First-Click-Free Regel bei Google Gebrauch macht (so ganz ohne Search-Traffic geht es halt nicht)

Ein kurzer  Versuch zeigt: Anscheinend hat es das Abendblatt in der Kürze der Zeit noch nicht geschafft die neue 5-Clicks Free Regelung von Google zu implementieren.

Dank Ubiquity konnte ich quasi ohne Zeitverlust die Volltexte von 10 Artikeln lesen die eigentlich hinter der Paywall stehen, nach der neuen Regelung hätte das Abnedblatt das Recht, nach dem 5.Klick der via Google kommt die Paywall zu zeigen.

Aber es ist sicher nur eine Frage der Zeit bis das auch implementiert ist. MAl sehen wohin mich die Links meines brandneuen Google Alerts mit source:”Hamburger Abendblatt” führen werden.