Tagesschau-App-Klage – Meine 0,02€ (Teil 1)

Vorgeschichte

Presseähnliches Angebot der Tagesschau? Das denken zumindest 8 Verlage.

Nach der letzten Änderung des Rundfunkstaatsvertrages (korrekt: 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag) die uns den Drei-Stufen-Test und die Regelungen zur Depublikation brachte, konnte man als Gebührenzahler hoffen, dass erstmal Ruhe im Streit zwischen Verlagen und öffentlich-rechtlichen Sendern einkehren würde.

Man ärgerte sich, dass viele Inhalte, die man mit seinen Gebühren bezahlt hatte gelöscht wurden. Und das zukünftige Inhalte in der Regel maximal 1 Woche im Netz stehen würden. Mit Ausnahme des Sendungsarchivs der Tagesschau und der Tagesthemen (ich rede hier nur von der dem Ergebnis des Drei-Stufen-Tests für tagesschau.de)

Die Hoffnung, dass nun klar geregelt  ist, was öffentlich-rechtliche Anstalten ihren Gebührenzahlern auf allen aktuellen und zukünftigen Plattformen und Übertragungswegen (den neuartigen Rundfunkempfangsgeräten wie PSs, Smartphones und Tablets) zur Verfügung stellen dürfen liess den Kompromiss erträglich erscheinen. Für alles andere hatte man im Fall der Fälle ja die Möglichkeit zum Privatarchiv.

Die Klage

Aber als Mensch, der was mit Medien macht, befürchtete man, das nicht alle das so sehen würden.  Zu Recht:

In der letzten Woche Woche haben 8 Verlage (WAZ, FAZ, ASV, DuMont, RheinischePost, Lensing-Wolff, bei der Wettbewerbskammer des Landgerichts Köln Klage gegen ARD und NDR eingereicht.  Unter der Überschrift

“BDZV: Klage gegen Tagesschau-App
Zeitungsverlage: Gebührenfinanzierte presseähnliche Angebote sind wettbewerbswidrig”

kann man eine entsprechende Pressemitteilung lesen.

Solange man die Details nicht kennt  ist unklar, ob sich die Klage offiziell nur gegen die iOS App der Tagesschau App richtet oder auch gegen Apps auf anderen Plattformen (z.B. Android und Blackberry.).

Die Erläuterungen von Christoph Keese und Matthias Döpfner

Presseähnliches Angebot der Tagesschau. Dagegen hätten laut Christoph Keese die Verleger gerne geklagt.

Nicht ganz überraschend hat sich insbesondere der Axel-Springer-Verlag im Nachgang darum bemüht zu erklären warum denn geklagt wird. Zunächst sich  unter presseschauder.de Christoph Keese, der “Aussenminister” des Axel-Springer-Verlages ausführlich zu den Klagegründen geäussert. Sein Chef, der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG , Matthias Döpfner hat in einem “Interview” mit der Süddeutschen Zeitung im wesentlichen die gleichen Argumente vorgebracht.

Es empfiehlt sich beide Stücke komplett zu lesen. Dann erfährt man unter anderem, dass man viel lieber gegen tagesschau.de geklagt hätte, das aber irgendwie verschwitzt hat.

Keese: “… Allen Nichtjuristen sei gesagt, dass Tagesschau.de genauso gegen den Staatsvertrag verstößt wie die Tagesschau-App, aber älter und aus rechtlichen Gründen damit schwerer zu verklagen ist.”

Und das eigentlich die Grundlage für die öffentlich-rechtlichen Anstalten nicht mehr gegeben ist:

Döpfner: “Eigentlich könnte sich die Brüsseler Behörde hinstellen und sagen: Die Regulierungsbedingungen sind entfallen, das ganze Gebührensystem widerspricht insbesondere in der digitalen Welt dem europäischen Wettbewerbsverständnis. … Man sieht, die Existenzberechtigung des öffentlich-rechtlichen Systems bewegt sich in der digitalen Welt auf dünnem Eis. Meine Prognose ist: Je schamloser ARD und ZDF jetzt ihren Siegeszug, unterstützt von der Politik, fortsetzen und private Qualitätsangebote in die Knie zwingen, desto schneller kriegen wir diese Grundsatzdebatte.”

Zu der Klage an sich, dem Artikel von Christoph Keese, und dem Interview von Matthias Döpfner ist schon an den verschiedensten Stellen geäussert (z.B. hier, hier, hier und hier).

Nichtsdestotrotz hoffe ich,  noch etwas zur Diskussion beitragen zu können, indem ich einige mir wichtige Aspekte näher beleuchte. Im Rest dieses Post soll es um den Videotext und um eine Bemerkung gehen, die Christoph Keese en passant und eigentlich ohne Not macht. Er vergleicht die Webaktivitäten der deutschen öffentlich-rechtlichen Anstalten mit denen der BBC.

Mehr dann in Folgeposts. Voraussichtlich werden wir uns an den eher technischen Themen wie Apps für das iPhone, Apps auf anderen Plattformen und Tagesschau API entlang hangeln und uns evtl. noch das ein oder andere Statement etwas genauer ansehen.

(Bem zur API. Diese wurde Ende letzten Jahres gemeinsam mit der App von der Tagesschau angekündigt ist bislang aber nicht existent (ich hatte mich gleich als Interessent gemeldet). Die Idee einer API wurde auch im Kontext dieser Klage von Nico Bruenjes und Martin Weigert unabhängig von der Ankündigung der Taageschau aufgegriffen.)

Videotext

Der Videotext: Ein presseähnliches Erzeugnis der Tagesschau?

Aus der Website zu  30 Jahre Videotext.

Mit 75 Tafeln im Programm startete der Videotext am 1. Juni 1980. Redaktionsleiter Alexander Kulpok kündigte an, die Redaktion werde programmbegleitende, programmergänzende und programmerläuternde Informationen auf die Tausende von Punkten der Bildröhre bringen.
Beteiligt waren auch fünf überregionale Tageszeitungen, die auf 15 Tafeln eine Pressevorschau lieferten. Für das Programm, zunächst ein auf zwei Jahre angelegter Test, zeichneten ARD und ZDF gemeinsam verantwortlich.

Zeitautonomie

Dem Zuschauer bescherte das neue Medium eine völlig neue Erfahrung: Er konnte nun selbst entscheiden, wann er sich über die Ereignisse des Tages informierte. Da Nachrichten sofort auf Sendung geschickt werden konnten, war das Videotext-Angebot hochaktuell.

Zudem war das Angebot des Videotexts jederzeit abrufbar. Videotext-Nutzer mussten nicht warten, bis die “Tagesschau” lief oder die Nachrichtensendung im Radio kam, um auf dem neuesten Stand zu sein. Sie drückten einfach eine Taste ihrer Fernbedienung.

Wie die Zeiten sich doch geändert haben: “programmbegleitende, programmergänzende und programmerläuternde Informationen”,  “Beteiligt waren auch fünf überregionale Tageszeitungen, die auf 15 Tafeln eine Pressevorschau lieferten”.

Mich würde interessieren ob die Verlage heute auch gerne den Videotext als presseähnliches Erzeugnis der Tagesschau schliessen lassen würden es ob seines Alters aber schwer ist dagegen zu klagen. Und ob sie die gleiche Meinung zum auch zum Videotext von RTL und Co. hätten.

Und wer jetzt meint, dass Videotext doch Schnee von gestern ist, dem sei gesagt, dass im Jahr 2010 täglich über 16 Millionen Menschen Videotext genutzt haben.

Der Vergleich mit der BBC

Im Artikel von Christoph Keese findet sich folgendes Statement:

Halten Sie die Formulierung im Staatsvertrag eigentlich für gelungen?

… Dass sie sich damit nicht zufrieden geben, sondern auch noch die wenigen Grenzen ignorieren, die ihnen gesetzt wurden, ist ernüchternd. „Less is more“ heißt es bei der BBC. „More is better“ sagen ARD und ZDF. Sie kennen kein Maß und zwingen uns so zur ständigen Gegenwehr. …  Dem Verhalten von ARD und ZDF wohnen Züge von Arroganz inne, denen wir lieber nicht ausgesetzt wären.

Dem Leser wird so suggeriert, dass ARD und ZDF sich mehr Freiräume erlauben als die BBC, die ja auch gebührenfinanziert ist. Jeder der sich etwas mit der Materie auskennt weiss allerdings,  das dem nur so wäre wenn die Ausgangsbasis die gleiche ist. Dem ist aber mitnichten so.

BBC Apps

Die BBC News iPhone App
Ein Teil der Rubriken der BBC App

Auf meinem iPad und iPhone findet sich die kostenlose BBC News App,  die in Bezug auf nicht sendungsbezogene presseähnliche Erzeugnisse die Tagesschau App um Längen schlägt. 17 Nachrichtenrubriken plus 8 Sprachen, jede Meldung ohne konkreten Sendungsbezug.

Darüber hinaus gibt es die kostenpflichtige BBC World News App, die es einem ausserhalb Grossbritanniens erlaubg das Fernsehprogramm BC WorldNews live zu sehen (30 Tage für €1,59).

Die Briten brauchen diese App nicht, sie können mit dem BBC iPlayer alle Fernseh- und Radioprogramme der letzten 7 Tage kostenlos auf ihren Mobiltelefonen sehen.

Nicht sendungsbezogene Websites

Auch im Internet macht die BBC im Zweifelsfalle deutlich mehr als die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender. ICh kann mir kaum vorstellen dass ein Angebot wie BBC Wildlife und BBC Music einen deutschen Drei-Stufen-Test überstehen würden.

Es sind wunderbare, dauerhaft verfügbare, sendungsunabhängige Verzeichnisse / Lexika / Ontologien.

Die Seite für das deutsche Team auf der BBC World Cup 2010 Website

Ein anderes Beispiel ist die Fussballweltmeisterschaft 2010. Bei der BBC finde ich sie weiterhin in ihrer vollen Pracht, und das heisst eine Topic Page für jedes Team, jedes Spiel, jeden Spieler.   Bei  sportschau.de  sieht das dank Depublizierungsregel mittlerweile doch sehr verwaist aus.

Die Seite für das niederländische Team auf der Website zur Weltmeisterschaft 2010 von sportschau.de

BBC Wildlife und der WorldCup 2010 sind im übrigen herausragende Beispiele für die gelungene Umsetzung der Themen “linked open data” und “semantic web”.

BBC Wildlife gleichzeitig auch ein Beispiel für eine API, wobei BBC Programmes hier das Musterbeispiel ist.

Fazit

Wenn die deutschen öffentlich-rechtlichen Anstalten sich auf das “Less is more” der BBC beschränken müssten hätte ich damit als Gebührenzahler übrhaupt kein Problem. Wohl aber die Verlage.

P.S.: Wer sich die BBC Websites genauer ansieht, wird feststellen, dass einige Inhalte (vorzugsweise Videos) nur abrufbar sind, wenn man sich in England befindet. Er wird auch Werbung  finden wenn er von Ausserhalb des UK auf die Website zugreift (Siehe BBC WorldCup Screenshot). Gleiches gilt für die BBC News App in den USA. Ob sich die deutachen Verlage mit dieser Variante zur Finanzierung der Angebote von ARD und ZDF anfreunden könnten?

This week in Apple’s publisher relations

The secrtion covering the new subscription options in the Terms of Conditions in Apple's App Store

Since my last post on Apple’s subscription plans quite some things have happened, especially in this week:

Monday

On monday  the NYT reported: “Apple Moves to Tighten Control of App Store” that the iOS version  the Sony ereader app was rejected by Apple.

Some application developers, including Sony, say Apple has told them they can no longer sell e-books within their apps unless the transactions go through Apple’s system. Apple rejected Sony’s iPhone application, which would have let people buy and read e-books from the Sony Reader Store.

But Steve Haber, president of Sony’s digital reading division, said on Monday that Apple had told his company that from now on, all in-app purchases would have to go through Apple.

Obviously, in the wake of the situation this story was taken up within minutes by quite a number of  outlets, e.g:

PaidContent: Bad News For The Digital Newsstand: Apple Rejects Sony Reader App

The Sony Reader Store is designed to work both with Sony Reader devices and third-party hardware. Installed on other devices, such as an iPad, the Sony Reader app acts as a digital locker and lets users access their e-books, magazines and newspapers, as well as purchase more content.

The move throws into question what might happen with similar digital reading apps, such as the popular Amazon’s Kindle store. Like Sony Reader, the Kindle store is designed both to use with Amazon’s Kindle devices as well as third-party products for which the Kindle app is available. Up to now, users have been able to use the Kindle app to read already-downloaded/purchased content; as well as buy new publications.

AppleCore: App Store bans direct sales and outside content, is Kindle next? (updated)

Even more troubling is the news that Apple is telling app developers that providing access to content purchased outside the App Store is also a no-no.

This is a dramatic change of policies for Apple that could have huge implications on other contents that provide access to “outside content.” Amazon’s Kindle app, for instance, gives users access to books purchased outside of the Apple ecosystem.

MG Siegler on his private blog merely commented that this is normal business.:

ParisLemon: Apple States The Obvious And Inevitable

In other news, most restaurants still don’t want you bringing in food from other restaurants to eat there.

and reminds that Amazon doesn’t offer  neither an Apple nor an Sony Store can be found on the Kindle.

Can you read iBooks on the Kindle? What about Sony’s books? Nope.

Rem.: The same is true for Sony reading devices, on which neither an Apple nor a Kindle store can be found.

Tuesday

On Tuesday Apple issued a “clarification” basically saying that the rules of the store have not changed, but they are now starting to enforce them. As Jim dalrymple reported on The Loop: Apple responds to Sony in-app purchase report

“We have not changed our developer terms or guidelines,” Trudy Muller, an Apple spokeswoman, said Tuesday. “We are now requiring that if an app offers customers the ability to purchase books outside of the app, that the same option is also available to customers from within the app with in-app purchase.”

This was also “well received” within the media ( a lot of them drawing the obvious connection to Amazons’s Kindle app).

PaidContent: In Wake Of Sony’s Complaint, Apple Explains In-App Requirements

But this also raises more questions. For example, if Amazon, or another “app store” operator (selling books, games, music or anything else, for that matter) is already sharing revenue on apps within it, will that secondary revenue share be a split of that 70 percent that the publishers are getting from Apple?

And does this mean that if Sony adds the iTunes IAP into the Reader app (which might be messy or confusing on something the size of an iPhone screen), that everything will be fine?

TechCrunch: Apple: Nothing Has Changed. Except For This One Thing.

Now, Amazon’s Kindle app doesn’t conduct its purchases through the app itself — users are instead kicked off to a browser where they actually buy their books, and that content is then synced to the Kindle app. Apple’s rule is worded vaguely enough that it can claim this workaround is in violation of the guidelines. But it obviously hasn’t been enforced like this before now, so the notion that nothing has changed is clearly false.

It also doesn’t make a whole lot of sense from the user’s perspective. Apple is effectively telling developers that they can offer two purchase flows for content: one through the browser, and another via in-app purchases. Apple is obviously assuming people will prefer the latter because it’s quicker and simply requires the user to enter their Apple password. But developers have an incentive to push users toward the browser flow so that they don’t have to give Apple a 30% cut of each purchase. Which could mean we start seeing some bizarre checkout flows that are anything but user friendly.

John Gruber also offers a summary in his post on Daring Fireball: Oceania: We Have Always Required Books From the Eurasian E-Bookstore to Be Sold Through Our In-App Purchasing System. He also asks some follow up questions:

Does the new policy really only apply to “books”, specifically? Apple gave the identical statement to several publications, each time specifically saying “books”. I would assume, though, that this applies to any purchased content, not just books. Books are simply the first type of content for which these rules are being applied.

What about pricing? Can Amazon comply with these new rules by selling its Kindle books through Apple’s in-app purchasing system with a 43 percent markup, to account for Apple’s 30 percent cut through the in-app API? Consider a Kindle book that Amazon sells for $10. Can they sell it for $14.30 through in-app purchasing? That way Amazon’s cut would remain $10. Or will Apple insist on price matching, meaning Amazon can only comply by accepting 30 percent less revenue on books purchased in-app compared to those purchased from Amazon directly.

Jim Dovey, Apple Platforms Team Lead at Kobo in Toronto, Ontario writes from the perspective of a store provider, also reminds us of the obvious economic consequences in his post:

iBooks & the App Store vs. The Rest (Google Cache Version):

At present, all in-app purchases require payment of 30% of list price to Apple. At present, this represents 100% of the profits granted to us eBook distributors by the publishers. Therefore, under the present rules, the details provided by Apple spokesperson Trudy Muller would require that 100% of our profit on a sale go to Apple:

Wednesday

On Wednesday Rupert Murdoch launched his daily iPad newspaper “TheDaily”. The daily is also the first iOS app that is able to use  Apple’s news subscription plan. Apple’s Eddy Cuestated twice, one in the presentation and once in the Q & A that subscriptions are going to be available soon to other publishers. See for example Engadget’s live blog:

11:29AM When will the subscription model be available to other publishers? Eddy Cue: Available on the Daily today, and there’ll be an announcement for other publishers soon.

This was followed by another round of reporting.

Wall Street Journal: Apple to Tighten Control on Content

Apple is now requiring publishers that conduct sales of content—which includes books as well subscriptions—to offer a way to do so within apps, which will be handled by the iTunes billing system. The policy, which the company says isn’t new, was cited in Apple’s rejection of a Sony Corp. app for reading digital books earlier this week.

Yudu, a U.K. developer of digital editions for publishers, said it recently was informed by Apple that newspaper and magazine apps that don’t take payments through the iTunes store will be rejected, beginning March 31. The company was alerted to the impending change when it applied for a new app and received an email outlining Apple’s plans, Yudu Chief Executive Richard Stephenson said.

ReadWriteWeb: New Subscription Service Tightens Apple’s Control Over Content:

Apple traditionally takes a 30% cut from developers’ app sales, but it’s not known what the company’s share of subscription revenues would be. For its part, Apple contends that by managing the billing, it will help publishers sell more content.

Thursday

On Thursday the European Publishers raised their voice again, by telling the media that they “felt betrayed” and are planning a summit on February 17th. See e.g.

Paid Content: Apple’s In-App Rules: ‘Betrayed’ European Publishers Convene A Summit:

Grzegorz Piechota, the European president of the International Newsmedia Marketing Association—which represents some 5,000 members in 80 countries worldwide—told us that the INMA will be meeting with the European Online Publishers Association and the magazine association FIPP in a invitation-only roundtable on February 17 in London, to compare notes on Apple’s new subscription charging rules.

Up to now, a lot of publishers have been able to send users to an HTML page to manage their subscriptions, but the recent change in how subscriptions can be managed for newspaper and magazine apps—with new rules apparently coming in that mean a publisher has to also offer users the option to pay by Apple’s own in-app payments service, has some publishers feeling “They’ve been betrayed by Apple. Some are confused by Apple’s actions; but some say they feel betrayed.”

Why the confusion? According to Piechota, Apple has been inconsistent how it has been communicating, and implementing, its new policies. “Apple said yesterday that that in their policy with Sony Reader, they are not changing anything, just enforcing existing rules. But when they talk to publishers direct, they are saying something else.

“Apple has been contacting some publishers, and not contacting some. Some get emails, others get informal phone calls,” he said. “The whole process of accepting or rejecting apps is not transparent. It’s very hard to explain why some apps are being accepted and some are being refused; some apps allow you to read content that is bought somehwere else and others that won’t let you do this.”

While i agree with Piechota that Apple is inconsistent in its communication and still a lot of questions are open. I happen to to disagree on the following part:

Interestingly it seems like they did not bother to read the respective section in the changed App Store Terms and Conditions of the Apple App Store (see above screenshot). They all had to accept these T & C’s before they were able to download “The Daily” which i bet they all did. This sections is definitely not for “The Daily” only and publishers should be able to make an educated guess what kind of subscriptions they will get and what kind of user data they could expect to get from Apple. So to make sure they are able to read them again. Here they are (emphasis mine):

iTunes US

IN-APP SUBSCRIPTIONS

Certain App Store Products may include functionality that enables you to purchase content on a subscription basis (“Paid Subscriptions”). Paid Subscriptions are non-refundable. Paid Subscriptions will automatically renew for the applicable time period you have selected, and your Account will be charged no more than 24-hours prior to the expiration of the current Paid Subscription. You may cancel automatic renewal by selecting Manage App Subscriptions in your Account and selecting the subscription you want to modify. The auto-renew feature of the subscription will be turned off if the Licensor increases the price of the subscription. Certain Paid Subscriptions may offer a free trial prior to purchase. If you decide to purchase a Paid Subscription prior to the end of the free trial period, your Paid Subscription will start immediately. Also see additional information about the Paid Subscription offer at the point of sale within the App Store Product. We may ask for your permission to provide the name, email address and zip code listed in your Account to the Licensor so that the it can send you marketing messages about its own products in accordance with its publicly posted privacy policy. Once the Licensor has this information, it will be treated in accordance with the Licensor’s privacy policy. We encourage you to learn about the privacy practices of the Licensor before agreeing to give them your personal information. For more information, please review the Licensor’s privacy policy or contact the Licensor directly.

And for my german readers iTunes Germany:

IN-APP ABONNEMENTS

Bestimmte App Store Produkte können Funktionalitäten enthalten, die es Ihnen ermöglichen, Inhalte auf der Basis eines Abonnements zu erwerben („Bezahlte Abonnements“). Bezahlte Abonnements verlängern sich automatisch um die von Ihnen gewählte Laufzeit. Ihr Konto wird nicht mehr als 24 Stunden vor dem Ablauf des derzeitigen Bezahlten Abonnements belastet. Sie können die automatische Verlängerung ausschalten, indem Sie in Ihren Kontoeinstellungen auf „App Abos verwalten“ gehen und das Abonnement auswählen, das Sie ändern wollen. Die automatische Verlängerungsfunktion des Abonnements wird ausgeschaltet, wenn der Veröffentlicher den Preis für das Abonnement erhöhen. Gewisse Bezahlte Abonnements bieten gegebenenfalls eine gratis Testphase vor dem Kauf an. Wenn Sie sich dazu entschließen, ein Bezahltes Abonnement vor dem Ende der gratis Testphase zu erwerben, beginnt Ihr Bezahltes Abonnement unverzüglich. Zusätzliche Informationen über ein Angebot zu Bezahlten Abonnements gibt es auch beim Kauf desselben über das App Store Produkt. Wir holen gegebenenfalls Ihr Einverständnis ein, um den in Ihrem Konto angeführten Namen, die entsprechende Emailadresse und Postleitzahl dem Veröffentlicher zur Verfügung zu stellen, damit Ihnen dieser in Übereinstimmung mit seiner Datenschutzrichtlinie Werbung zu seinen eigenen Produkten zusenden kann. Wenn der Veröffentlicher diese Informationen erhält, werden diese in Übereinstimmung mit seiner öffentlich bekanntgemachten Datenschutzrichtlinie verarbeitet. Wir empfehlen Ihnen, sich mit den Datenschutzpraktiken des Veröffentlichers vertraut zu machen bevor Sie Ihr Einverständnis erteilen, dass Ihre personenbezogenen Daten an diesen weitergegeben werden. Für weitere Informationen siehe die Datenschutzrichtlinie des Veröffentlichers oder kontaktieren Sie den Veröffentlicher direkt. Kaufpreisrückerstattungen (die anteilsmäßig berechnet werden und dabei die von Ihnen bereits erhaltenen Inhalte des Bezahlten Abonnements berücksichtigen) sind innerhalb von 14 Kalendertagen ab dem Kauf des Bezahlten Abonnements möglich. Für diesen Zweck steht das Email-Formular unter http://www.apple.com/de/support/itunes/ zur Verfügung. Es gibt keine weiteren Kaufpreisrückerstattungen, keine Rückgabe oder Vertragsaufhebung nach dem Kauf.

Friday

It looks like today it is going to be a quiet one. At least nothing of significance happened until now.

Outlook

Overall i think my predictions from the last post are still valid and i’m going to argue about this in a follow up post.

This post will also include some technical difficulties i see when Amazon, Sony etc will try to adapt to the In-App Purchase rule and some thoughts about the problems third party reading apps will face, as well as some thought experiment that shows that under some interpretation iBooks will violated Apple’s stated rules.

All this is more or less subject to the interpretation on “if an app offers customers the ability to purchase books outside of the app” phrase in Apple’s statement.

Economically the big question for me right now is if Apple is going to change it’s stance wrt. the percentage of it’s cut from in-app purchases right now. As i’ve argued in my last post, and others are arguing also, this rate should be definitely lower because Apple’s services are  of lower value. Ideally the rate should be closer to a billing service /credit-card payment provider than to 30%.

But the following passage from an interview with Rupert Murdoch after the launch of the daily  lowers my hopes for that:

PaidContent: Murdoch Hopes Apple Will Lower Its Share Of ‘The Daily’ Take:

Cavuto: I want to ask you, how much are you making on that?  Because it’s $0.99, but typically, typically Apple takes a third.

Murdoch:  That’s correct.

Cavuto: Now, is it taking a third here?

Murdoch:  At least the first year, yes.  We’ll be getting $0.70.

Cavuto: All right.  But it goes—so you say at least the first year.  It goes down after that?

Murdoch: We—no.  Up, we hope.

Cavuto: But down for Apple.

Murdoch: That’s subject to negotiation.

Other reasons for not being bullish on lowering the cuts are that both Google and RIM introduced In-App Purchases to their AppStores this week see e.g. here and here). Yes , they both didn’t have  In-App Purchase until now. And both are following Apple’s route to use the same cuts as for the initial delivery of the App: 30% in Google’s case and 20% in RIM’s case.

But maybe i’m taken by surprise and Apple is lowering this rate when it is opening up the subscriptions to all publishers in the app store. And this has to happen until Feb. 16th because than the sponsored period of “The Daily” will end.

Apple’s subscription plans – my $0.02

Last week the publishing world (at least the subset publishing magazines and newspapers) was set on fire, as Apple was apparently starting to tell some of them (either personally or via email) that it is changing it’s plans wrt. paid subscriptions of periodicals accessible via apps in the app store.

First, on Jan. 14th there was a blog post (dutch) from the publisher of the dutch newspaper Handelsblad telling that Apple approached them telling them that they had to stop the free access to the iPad version of the newspaper that is available to their print subscribers until April 1st.. Other Publeshers joined in and this was widely reported, e.g. here. I then also heard some rumors that a number of german newspapers and magazines have been contacted as well.

These actions by Apple are obviously connected to the “more than” rumours that Apple is prepraing it’s own subscription service (together with it’s launch partner NewsCorp and it’s new iPad-only daily newspaper: “The Daily”.

Yesterday evening Frédéric Filloux of MondayNotes.com provided the IMHO best account on what is happening right now in his post Apple’s bet on publishing. I urge you to read Filloux’s whole post, especially since i share his opinion that Apple’s solution is more aiming at the “Long Tail of Publishers”.  On the other hand the provided excerpts of the purported emails at least to me sound rather like a reminder of existing rules than a complete change of plans. The discussion is then taken on e.g in a R/WW post titled:  The New New Media: Apple’s subscription model.

Based on all this it is my current belief that

Apple’s recent actions do not signal a fundamental  change to their assumed inofficial position prior to theses actions.

With the  assumed inofficial position (more on this wording below) being:

  • Same digital content available in other digital channels via own fulfillment backend is OK
  • iOS only content via own fulfillment backend is NOT OK

At least i assumed this position based on my readings and my talks to various people in the industry. But as you can see i am not alone. Have a look at the comment thread at Peter Kafka’s Media Memo post: Time Inc.’s iPad Problem Is Trouble for Every Magazine Publisher (especially Ian Betteridge’s comment).

In some follow up posts i’m going to elaborate on why i think that Apple’s position hasn’t changed  fundamentally and also elaborate why obeying to these rules is particulary difficult for publishers of periodicals.

For now you have to live with the management summary:

  • If the first rule would be revoked, various Apps selling Books and streaming video including Amazon Kindle, Google Books, Hulu Plus and Netflix would violate them. First I haven’t heard that they have been notified and second Apple would have a harder time to revoke this Apps.
  • Publishers of periodicals and service providers like Adobe and Woodwing wanted to build new digital content bundles that take advantage of the capabilities of multitouch devices and not just display PDFs. Since for these new products right now there is no other channel than the iPad  they cannot argue that they are distributing the same digital content on multiple digital channels. In addition most of them also deliberately chose not to distribute the same content via the most obvious channel: The browser. The publications that did so, most notably the WSJ and the FT have been allowed into the App Store. I haven’t heard that they have been noticed.
  • Compared to all other publishers, publishers of periodicals right now have a unique disadvantage on Apple’s platform. There is no way to do the content delivery via the platform, they had to build that part of the fulfillment platform themselves. Nevertheless they had to use Apples’s Billing Infrastructure for In-App-Purchases of single copies and the same 30% Apple cut applied.
  • The result of this hole in Apple’s fulfillment infrastructure were Hybrid Apps that used significant backend infrastructure from the publisher /service provider (content delivery)  and Apple (billing) and opened the door to all kind of variations.
  • I think that Apple will fill the content delivery hole in their fulfillment system with their rumored subscription solution. If not the publishers have all reasons to complain about that disadvantage.
  • For the future i could imaging the following rule agreed upon Apple and all of its content providers:
    • Apps are only allowed to use either Apples fulfillment infrastructure and nothing else, or they have to build all of it by themselves (like Hulu and AFAIK all of the other examples from above etc. did). This should be a rule that everybody should be able to live with.
  • This might mean that a number of publishers would have to deploy two Apps on the App store but my guess would be that Apple is going to provide a separate Kisok app (similar to iBooks) for those who choose the first route.
  • My worst fear is that Apple is than overregulating the format of the conten bundles / issues that is going to be delivered via their infrastructure.

So if anybody knows of a publisher / App that plays along the above rules and has been notified i would be utmost interested to learn about it and have a closer look. The first question of such a publischer should be: what about Hulu. netflix, Amazon Kindle, Google Books etc

I would also like to hear some technical rumours about Apple’s subscription / iNewsstand. But i guess that besides a select few partners with draconian NDAs nobody knows right now. Everybody else has to wait until the announcement Another question of interest on this side of the pond is whether  and when it will be rolled out in markets other than the US.

But IMHO the biggest problem of it all this FUD is that there is only an assumed inofficial position and not an official one. That makes it particulary difficult for people like me , who are building systems for periodicals but are not on Apple’s radar, so they do not get the chance to talk to Apple and learn the inoffical one that is only deliverd orally-

Disclosure: For more than a year i’m actively involved (in my capacity as the head of the dpa-newslab) in the developement of various e-reading solutions. Since May of last year we are focusing most of our efforts on a framework for newspapers with the obvious first incarnation as an iPad App.  Since we are not a big publisher we do not have any direct connection to Apple. We also don’t have an App in the store yet, so we couldn’t have been rejected yet :-)

I’ll share more on our approach to in upcoming posts. For the purpose of this post it suffices to say, that on the business side we early on dedided to play it save and start with a single-copy In-App-Purchase, and to avoid any “clever” subscription scheme. For the curious. We decided to do a Web-Technology first approach . Our content packages are purely web based (HTML5, CSS§, Javascript and JSON), and we  only use a native rendering when the typical shortcomings of mobile devices kick in and affect the user experience: These shortcomings being slower processer, less memory.

A nice side effect of this approach in the context of this post that it makes it easy for us to come up  desktop browser version and hence a second digital channel for the same digital content.